Kennen Sie das? Sie wollen in einem Laden eine Online-Bestellung abgeben und müssen dazu Ihre ganzen Daten eingeben. Es kommt wie es kommen muss. Sie verschreiben sich und natürlich sehen Sie das erst, als Sie sich die Zusammenfassung Ihrer Bestellung ansehen. Was nun? Ändern natürlich. Aber wie?

Wie diese Änderungen von statten gehen kann, muss Ihnen der Betreiber des Online-Shops schon VOR Vertragsschluss, also spätestens auf der letzten Seite vor dem Abschluss der Bestellung mitteilen. Tut er das nicht, so hat neulich das OLG Hamburg hat durch Beschluß vom 14.05.2010 (Az. 3 W 44/10) festgestellt, handelt er wettbewerbswidrig.

Die rechtliche Verpflichtung hierzu findet sich in Art. 246 § 3 Nr. 3 EGBGB. Danach muss der Shopbetreiber den Verbraucher

darüber [unterrichten], wie er mit den gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zur Verfügung gestellten technischen Mitteln Eingabefehler vor Abgabe der Vertragserklärung erkennen und berichtigen kann

Tut er das nicht, handelt er unlauter im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).

Sollten Sie also nicht nur Verbraucher, sondern auch Betreiber eines Online-Shops sein, rate ich Ihnen dringend, Ihr Shopsystem dahingehend zu untersuchen, ob es diesen Anforderungen entspricht. Sollten Sie hierzu fragen haben, helfen wir Ihnen natürlich gern weiter.