Klassische Rechtsirrtümer Teil 2: Eine Vorsorgevollmacht aus dem Internet reicht völlig

Posted by Sebastian Molkenbur on August 16th, 2016

Arnim Buck

Arnim Buck

Paul ist sparsam. Er „besorgt“ sich aus dem Internet einen Entwurf einer Vorsorgevollmacht (= Generalvollmacht ) und setzt per Hand seinen Sohn Manfred als Bevollmächtigten ein.

Paul hat diversen Grundbesitz und ist Inhaber einer Firma (GmbH). Paul sagt zu seinem Sohn: „Wenn mir was passiert, kannst du mit der Vollmacht alles regeln.“ Der Sohn glaubt das. Ein fataler Irrtum! Read the rest of this entry »

Klassische Rechtsirrtümer Teil 1: Meine Ehefrau erbt sowieso alles

Posted by Sebastian Molkenbur on August 15th, 2016

Arnim Buck

Arnim Buck

Die Eheleute sind kinderlos geblieben. Über ein Testament machen sie sich keine Gedanken. Denn der Ehemann meint, das sei überflüssig: „Du erbst ja sowieso alles!“, sagt er zu seiner Frau, die das glaubt. Ein fataler Irrtum. Read the rest of this entry »

Kindergeld und Unterhalt beim Wechselmodell

Posted by Sebastian Molkenbur on August 13th, 2016

Anna HönigDas Thema Wechselmodell ist in der familienrechtlichen Praxis in aller Munde. Dahinter verbirgt sich ein Modell, bei welchem getrennt lebende Eltern den Umgang so gestalten, dass sie die Kinder im Wechsel betreuen, also z.B. eine Woche beim Vater, eine Woche bei der Mutter. Read the rest of this entry »

Ein Brief als Testament?

Posted by admin on August 3rd, 2016

Hagelmann-228x228

Immer wieder sind Gerichte mit der Frage konfrontiert, ob Briefe oder andere, nicht eindeutig als Testament gekennzeichnete Schriftstücke eine letztwillige Verfügung des Erblassers darstellen. Das Problem: Die Person, die das Schriftstück erstellt hat, kann man nicht mehr fragen. Das OLG München (Beschluss 31.03.2016 – 31 Wx 413/15) hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob ein von der Erblasserin unterzeichneter Brief mit folgendem Inhalt: Read the rest of this entry »

Arbeiten auch während des ersten Trennungsjahres

Posted by Sebastian Molkenbur on Juli 30th, 2016

Anna HönigBei der Trennung von Eheleuten verlangt nicht selten ein Ehegatte von dem anderen Ehegatten Unterhalt. Man unterscheidet dabei zwei Zeitpunkte.

Der Unterhalt vom Zeitpunkt der Trennung bis zur rechtskräftigen Scheidung nennt man Trennungsunterhalt. Der Unterhalt nach der rechtskräftigen Scheidung nachehelichen Unterhalt. Beide unterscheiden sich durch unterschiedlich strenge und weniger strenge Voraussetzungen. An den nachehelichen Unterhalt sind strengere Voraussetzungen geknüpft. Read the rest of this entry »

Aber die Schenkung ist doch mehr als zehn Jahre her!

Posted by Sebastian Molkenbur on Juli 29th, 2016

Hagelmann-228x228So oder so ähnlich klingt es, wenn Mandanten im Rahmen der Beratung erfahren, dass die Pflichtteilsberechtigten trotz frühzeitiger Überlassung der Immobilie Ansprüche geltend machen können.

Die Standardkonstellation ist: Eines der Kinder hat die elterliche Immobilie überschrieben bekommen. Die Eltern behalten sich ein Nießbrauch- oder Wohnungsrecht vor. Die Immobilie wird von den Eltern weiter bewohnt. Jahre später sind beide Eltern verstorben. Das Kind das die Immobilie erhalten hat, wird Alleinerbe. Das „enterbte“ Kind macht Pflichtteilsansprüche geltend. Read the rest of this entry »

Das Elternhaus

Posted by Sebastian Molkenbur on Juli 28th, 2016

Matthias Winterstein

Matthias Winterstein

Das „Elternhaus“ spielt in der Beratungspraxis von Erbrechtsexperten eine große Rolle. Das betrifft sowohl die Notare als auch die Fachanwälte für Erbrecht. Eltern bewegt die sehr emotionale Frage, wer von ihren Kindern das Elternhaus nach dem Tod erben soll. Read the rest of this entry »

Totenfürsorgerecht

Posted by Sebastian Molkenbur on Juli 27th, 2016

Matthias Winterstein

Matthias Winterstein

Nach einer aktuellen Entscheidung des OLG gibt es keinen im einstweiligen Rechtschutz durchsetzbaren Anspruch auf Übertragung der Totenfürsorge.

Pietät und Wahrung der Totenruhe

Der Erblasser kann einem Verwandten die Totenfürsorge übertragen. Fehlt es an so einem Willen, bleibt es beim gewohnheitsrechtlichen Vorrang des Ehegatten. Streiten die Angehörigen, wem von Ihnen die Totenfürsorge zukommt und hat bereits einer von ihnen die Beisetzung gegen den Willen des anderen veranlasst, so gebieten nach Auffassung des OLG Pietät und Wahrung der Totenruhe diesen Zustand durch einstweilige Verfügung aufrecht zu erhalten. Der Verstorbene soll nicht den Streitparteien ausgesetzt werden.

Es gibt also nichts, was es nicht gibt.

Die Verwandten streiten darüber, wer Opa bestatten darf. Auch dies ist Gegenstand diverser Prozesse bis hin zum Oberlandesgericht.

Matthias Winterstein
Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Erbrecht

Scheinvater kann geleisteten Unterhalt vom leiblichen Vater zurückfordern

Posted by Sebastian Molkenbur on Juli 23rd, 2016

Anna HönigDie Konstellation ist meistens die, daß der Scheinvater Unterhalt für ein Kind leistet, weil er glaubt auch der leibliche Vater zu sein. Stellt sich nun heraus, dass er dies gar nicht ist, hat er ein Bedürfnis danach sich die erbrachten Unterhaltsbeträge vom leiblichen Vater zurückzuholen. Read the rest of this entry »

Achtung Erbschaftssteuerfalle!

Posted by Sebastian Molkenbur on Juli 20th, 2016

Ingolf Schulz

Ein alter, nicht ganz unvermögender Witwer, hat zwei Söhne und möchte sie nach seinem Tod zu gleichen Teilen bedenken.

Da er gehört hatte, dass eine Erbengemeinschaft leicht zu Streitigkeiten führen könnte, bestimmte er seine Söhne nicht zu Miterben, sondern setzt den Sohn, der das Familienhaus übernehmen möchte, als Erben ein und vermacht dem anderen Sohn sein Geldvermögen. Der Witwer stirbt. Read the rest of this entry »


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